| Kennziffern Altpapier in der Schweiz Aufgrund des bei den Papier- und Kartonfabriken in der Schweiz eingesetzten Altpapiers weiss die Schweizer Papier- und Kartonindustrie (ZPK) genau, wieviele Tonnen Altpapier im betreffenden Jahr für die Produktion verbraucht wurden. Man spricht bei dieser Menge vom Altpapierverbrauch.
Aufgrund der Aussenhandelsstatistik kennen wir ferner die importierten und exportierten Mengen an Altpapier auf die Tonne genau.
Rechnerisch lässt sich nun vom Altpapierverbrauch der Export hinzuzählen und der Import wegzählen und man erhält als Resultante die Altpapiersammlung in der Schweiz. (Anmerkung: Diese stimmt nicht mit der effektiven Altpapiersammlung überein, weil nicht alle Stoffströme erfasst werden können, hingegen kann dieser Wert als die Sammlung bezeichnet werden, die letztlich für die stoffliche Verwertung zur Verfügung steht. Andere Verwertungswege sind bekanntlich Abwasserreinigung, Verbrennung, Lagerbestandesveränderungen, Bauwesen (Isolationen) etc. und auch dieses Altpapier wird ja irgendwie "gesammelt")
Setzt man nun die Menge des Altpapierverbrauchs (auch Altpapiereinsatz genannt) in Beziehung zur Menge des von Schweizer Fabriken produzierten Neupapiers und Neukartons (in der Grafik als Papier & Karton Lieferungen bezeichnet; Lieferungen (= Absatz) und Produktion differieren lediglich um die Lagerbestandsveränderungen, die aber gering ist), so erhält man die Einsatzrate. Sie gibt eine Aussage darüber, wie hoch der Anteil der Sekundärfaser an der inländischen Neuproduktion ist.
Setzt man die Menge der errechneten Altpapiersammlung in Beziehung zum inländischen Verbrauch von Papier und Karton, so erhält man die Sammelrate. Sie gibt eine Aussage darüber, wie hoch der Anteil des konsumierten Papiers und Kartons ist, der über eine Wertstoffsammlung eingesammelt wird. Beim Rest ist davon auszugehen, dass dieser den Weg in die Verbrennung findet.
Setzt man ferner den Altpapierverbrauch in Beziehung zum inländischen Verbrauch von Papier und Karton, so erhält man die Recyclingrate. Sie gibt eine Aussage darüber, welcher Anteil des im Inland verbrauchten Papiers und Kartons den Weg ins inländische Recycling findet. Diese Kennziffer macht bei kleinen offenen Märkten wenig Sinn, denn sie beantwortet die Frage nicht, ob das Altpapier allenfalls auch im Ausland stofflich verwertet wird. Aber mal angenommen der Markt wäre vollkommen geschlossen (es gäbe keine Altpapier Importe und Exporte), dann müsste die Altpapiersammlung dem Altpapierverbrauch entsprechen oder aber - falls sie es nicht täte - dann wäre die Differenz auf eine andereweitige inländische Verwertung (z.B. Verbrennung) zurückzuführen.
Die Grafiken können hier angeschaut und heruntergeladen (auf den grünen Pfeil drücken) werden: >>Grafiken
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